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Pflegeversicherungsbeitrag f├╝r Rentner

Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde als Grundsicherung im Pflegefall 1995 als f├╝nfter Bestandteil der Sozialversicherung eingef├╝hrt. F├╝r den Gro├čteil der Bev├Âlkerung besteht Versicherungspflicht. Auch Rentner sind im Regelfall in der gesetzlichen Pflegeversicherung pflichtversichert. F├╝r Rentner gibt es einige Besonderheiten und Neuerungen zu beachten. So muss der Beitrag zur Pflegeversicherung in 2013 komplett selbst getragen werden. Zudem berechnet die Pflegeversicherung den Beitrag f├╝r Rentner ab 2013 mit einem h├Âheren Beitragssatz.

Pflegeversicherung ÔÇô Bestandteil der Sozialversicherung

  • seit 1995 f├╝nfter Bestandteil der Sozialversicherung
  • Basisabsicherung im Pflegefall f├╝r alle Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte
  • ist mit der gesetzlichen Krankenkasse verbunden
  • nicht erwerbst├Ątige Familienangeh├Ârige k├Ânnen beitragsfrei familienversichert werden
  • Beitr├Ąge zur Pflegeversicherung werden einkommensabh├Ąngig nach einem bestimmten Beitragssatz ermittelt

gesetzliche Pflegeversicherung f├╝r Rentner

  • Rentner k├Ânnen pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert in der gesetzlichen Pflegeversicherung sein
  • auch die Beitr├Ąge f├╝r Rentner sind einkommensabh├Ąngig
  • Rentner m├╝ssen den Beitrag zur Pflegeversicherung komplett von der Rente zahlen
  • es gibt keine Teil├╝bernahme des Beitrages oder Zusch├╝sse zum Pflegeversicherungsbeitrag von der Rentenversicherung mehr

Beitragssatz f├╝r Rentner

  • ab 2013 Beitragssatz von 2,05 Prozent von versicherungspflichtigen Einkommen
  • f├╝r beihilfeberechtigte Pension├Ąre (ehemalige Beamte) Beitragssatz von 0,975 Prozent
  • Rentner m├╝ssen den Beitragssatz komplett von ihrer Rente zahlen
  • die Rente gilt als versicherungspflichtiges Einkommen
  • Betriebsrenten werden voll auf das versicherungspflichtige Einkommen angerechnet
  • Beitragsbemessungsgrenze f├╝r das versicherungspflichtige Einkommen 3937,50 Euro
  • maximaler Versicherungsbeitrag unter Ber├╝cksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze 80,72 Euro

Beitragszuschlag f├╝r Kinderlose

  • kinderlose Rentner mit Geburtsdatum vor dem 1. Januar 1940 ÔÇô kein Beitragszuschlag
  • kinderlose Rentner mit Geburtsdatum ab 1. Januar 1940 ÔÇô Beitragszuschlag von 0,25 Prozent
  • Beitragssatz mit Kinderlosenzuschlag insgesamt 2,3 Prozent
  • als Kinder gelten: eigene Kinder, Pflegekinder, Adoptivkinder und Stiefkinder

Kranken- und Pflegeversicherung

  • Pflegekassen werden von den gesetzlichen Krankenkassen gef├╝hrt
  • f├╝r Rentner Versicherungspflicht f├╝r Kranken- und Pflegeversicherung
  • f├╝r die Krankenversicherung ├╝bernimmt der Rentenversicherungstr├Ąger einen Teil des Beitrages
  • f├╝r Kranken- und Pflegeversicherung zusammen m├╝ssen Rentner 10,25 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens zahlen
  • Beitr├Ąge werden direkt von der Rente abgezogen

beitragsfreie Familienversicherung f├╝r Rentner weiterhin m├Âglich wenn

  • die Vorversicherungszeit f├╝r eine eigene Krankenpflichtversicherung f├╝r Rentner nicht erf├╝llt ist
  • geringes eigenes Einkommen von maximal 375 Euro

Rentenversicherung f├╝r ehrenamtliche Pflege

  • Rentenversicherungspflicht bei ehrenamtlicher Pflege, die dauerhaft f├╝r mindestens f├╝r 14 Stunden w├Âchentlich ausge├╝bt wird
  • Pflegeversicherung ├╝bernimmt f├╝r ehrenamtliche Pfleger die Beitr├Ąge zur Rentenversicherung

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Eine private Pflegezusatzversicherung ist sinnvoll, denn sie stockt die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Pflegefall auf. Berechnen Sie mit unserem seiteninternen Vergleichsrechner die besten Tarife zur Pflegezusatzversicherung mit den g├╝nstigsten Beitr├Ągen. Zum Vergleichsrechner gelangen Sie durch einen Klick auf den blauen Button ÔÇ×Zum VersicherungsvergleichÔÇť. Nach dem Tarifvergleich k├Ânnen Sie auf Wunsch direkt online einen Versicherungsvertrag f├╝r die Pflegezusatzversicherung Ihrer Wahl abschlie├čen.

Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde als Grundsicherung im Pflegefall 1995 als f├╝nfter Bestandteil der Sozialversicherung eingef├╝hrt. F├╝r den Gro├čteil der Bev├Âlkerung besteht Versicherungspflicht. Auch Rentner sind im Regelfall in der gesetzlichen Pflegeversicherung pflichtversichert. F├╝r Rentner gibt es einige Besonderheiten und Neuerungen zu beachten. So muss der Beitrag zur Pflegeversicherung in 2013 komplett selbst getragen werden. Zudem berechnet die Pflegeversicherung den Beitrag f├╝r Rentner ab 2013 mit einem h├Âheren Beitragssatz.

Pflegeversicherung ÔÇô Bestandteil der Sozialversicherung

  • seit 1995 f├╝nfter Bestandteil der Sozialversicherung
  • Basisabsicherung im Pflegefall f├╝r alle Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte
  • ist mit der gesetzlichen Krankenkasse verbunden
  • nicht erwerbst├Ątige Familienangeh├Ârige k├Ânnen beitragsfrei familienversichert werden
  • Beitr├Ąge zur Pflegeversicherung werden einkommensabh├Ąngig nach einem bestimmten Beitragssatz ermittelt

gesetzliche Pflegeversicherung f├╝r Rentner

  • Rentner k├Ânnen pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert in der gesetzlichen Pflegeversicherung sein
  • auch die Beitr├Ąge f├╝r Rentner sind einkommensabh├Ąngig
  • Rentner m├╝ssen den Beitrag zur Pflegeversicherung komplett von der Rente zahlen
  • es gibt keine Teil├╝bernahme des Beitrages oder Zusch├╝sse zum Pflegeversicherungsbeitrag von der Rentenversicherung mehr

Beitragssatz f├╝r Rentner

  • ab 2013 Beitragssatz von 2,05 Prozent von versicherungspflichtigen Einkommen
  • f├╝r beihilfeberechtigte Pension├Ąre (ehemalige Beamte) Beitragssatz von 0,975 Prozent
  • Rentner m├╝ssen den Beitragssatz komplett von ihrer Rente zahlen
  • die Rente gilt als versicherungspflichtiges Einkommen
  • Betriebsrenten werden voll auf das versicherungspflichtige Einkommen angerechnet
  • Beitragsbemessungsgrenze f├╝r das versicherungspflichtige Einkommen 3937,50 Euro
  • maximaler Versicherungsbeitrag unter Ber├╝cksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze 80,72 Euro

Beitragszuschlag f├╝r Kinderlose

  • kinderlose Rentner mit Geburtsdatum vor dem 1. Januar 1940 ÔÇô kein Beitragszuschlag
  • kinderlose Rentner mit Geburtsdatum ab 1. Januar 1940 ÔÇô Beitragszuschlag von 0,25 Prozent
  • Beitragssatz mit Kinderlosenzuschlag insgesamt 2,3 Prozent
  • als Kinder gelten: eigene Kinder, Pflegekinder, Adoptivkinder und Stiefkinder

Kranken- und Pflegeversicherung

  • Pflegekassen werden von den gesetzlichen Krankenkassen gef├╝hrt
  • f├╝r Rentner Versicherungspflicht f├╝r Kranken- und Pflegeversicherung
  • f├╝r die Krankenversicherung ├╝bernimmt der Rentenversicherungstr├Ąger einen Teil des Beitrages
  • f├╝r Kranken- und Pflegeversicherung zusammen m├╝ssen Rentner 10,25 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens zahlen
  • Beitr├Ąge werden direkt von der Rente abgezogen

beitragsfreie Familienversicherung f├╝r Rentner weiterhin m├Âglich wenn

  • die Vorversicherungszeit f├╝r eine eigene Krankenpflichtversicherung f├╝r Rentner nicht erf├╝llt ist
  • geringes eigenes Einkommen von maximal 375 Euro

Rentenversicherung f├╝r ehrenamtliche Pflege

  • Rentenversicherungspflicht bei ehrenamtlicher Pflege, die dauerhaft f├╝r mindestens f├╝r 14 Stunden w├Âchentlich ausge├╝bt wird
  • Pflegeversicherung ├╝bernimmt f├╝r ehrenamtliche Pfleger die Beitr├Ąge zur Rentenversicherung

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Durch die Einf├╝hrung der Pflegeversicherung im Rahmen der Sozialversicherung wurde f├╝r den Gro├čteil der Bev├Âlkerung ein einheitlicher Versicherungsschutz als Grundabsicherung im Pflegefall geschaffen. Die Pflegeversicherung bleibt auch als Pflichtversicherung f├╝r Rentner erhalten. Den Pflegeversicherungsbeitrag m├╝ssen Rentner von ihrer Rente bezahlen.

Pflegeversicherung ÔÇô Sozialversicherung f├╝r alle

Die Sozialversicherung hat in Deutschland eine lange Tradition. Bereits 1883 entstand mit der Krankenversicherung die erste S├Ąule zur sozialen Absicherung des Gro├čteils der Bev├Âlkerung. 1995 wurde die Pflegeversicherung als f├╝nfter Bereich in die Sozialversicherung aufgenommen gew├Ąhrleistet damit die Basisabsicherung im Pflegefall f├╝r alle Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte. Die Pflegeversicherung ist eng mit der gesetzlichen Krankenversicherung verkn├╝pft, denn Versicherungsschutz besteht immer automatisch ├╝ber die gesetzliche Krankenversicherung. Genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung sind nicht erwerbst├Ątige Familienangeh├Ârige und bestimmten Voraussetzung beitragsfrei familienversichert, sodass auch f├╝r sie die soziale Grundabsicherung gew├Ąhrleistet ist. Ebenso sind Rentner in der Pflegeversicherung pflichtversichert oder k├Ânnen sich freiwillig versichern. Den Beitrag zur Pflegeversicherung m├╝ssen Rentner von der Rente bezahlen. Wie in allen, der Sozialversicherung angeh├Ârenden Versicherungszweige, werden auch die Beitr├Ąge zur Pflegeversicherung einkommensabh├Ąngig nach einem bestimmten Beitragssatz ermittelt. So hat sich wie f├╝r alle anderen Versicherten in der Pflegeversicherung der Beitragssatz auch f├╝r Rentner 2013 erh├Âht.

Wie wird der Beitrag zur Pflegeversicherung ermittelt

Sinn und Zweck der gesetzlichen Pflegeversicherung ist es, im Pflegefall eine sozial gerechte Grundabsicherung f├╝r jeden zu schaffen. Auch bei der Beitragsberechnung steht der soziale Gedanke im Vordergrund. Daher gibt es f├╝r die gesetzliche Pflegeversicherung keine einheitlichen Beitr├Ąge. Stattdessen ist die H├Âhe des Beitrages von der H├Âhe des Einkommens abh├Ąngig, denn jeder soll, seinen finanziellen M├Âglichkeiten entsprechend, einen Beitrag zur Pflegeversicherung entrichten. So kann die Versicherung f├╝r auch sozial Schw├Ąchere dieselbe Grundabsicherung im Pflegefall gew├Ąhrleisten. Berechnet wird der Beitrag nach einem Beitragssatz. Als Grundlage dient dabei das versicherungspflichtige Einkommen des Versicherten. Bei Rentner gilt die Rente als versicherungspflichtiges Einkommen. Daher berechnet sich der Beitrag zur Pflegeversicherung bei Rentnern auf Basis der Rente.

Beitragsbemessungsgrenze auch f├╝r Rentner

Die H├Âhe des Pflegeversicherungsbeitrages h├Ąngt demnach von der H├Âhe des versicherungspflichtigen Einkommens ab. Dabei gibt es jedoch eine gesetzlich festgelegt H├Âchstgrenze, bis zu der das Einkommen angerechnet wird. Dies ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Sie ist gleicherma├čen f├╝r alle Versicherten g├╝ltig und liegt derzeit bei 3937,50 Euro im Monat. Das bedeutet, auch bei Rentnern, deren Rente ├╝ber 3937,50 Euro pro Monat liegt, wird die Beitragsh├Âhe von der Pflegeversicherung mit dem Beitragssatz von der Rente bis maximal zur Bemessungsgrenze ermittelt.

Wie wird der Beitrag zur Pflegeversicherung gezahlt?

Der Beitrag wird der Regel je zur H├Ąlfte vom Versicherten und vom Arbeitgeber gezahlt. Ausnahmeregelungen dazu gibt es f├╝r freiwillig Versicherte, f├╝r Rentner sowie f├╝r Arbeitnehmer im Freistaat Sachsen. Freiwillig Versicherte und Rentner zahlen den kompletten Beitrag vom eigenen Einkommen. Arbeitnehmer im Freistaat Sachsen zahlen etwa ┬ż des Versicherungsbeitrages, w├Ąhrend der Arbeitgeber nur rund ┬╝ zahlt. Desweiteren gibt es zum sozialen Ausgleich einen Zuschlag f├╝r Kinderlose. Bei Rentnern wird der Pflegeversicherungsbeitrag von der Rente direkt abgezogen. Die Rentenversicherung beh├Ąlt den Beitrag zur Pflegeversicherung von der Rente ein und f├╝hrt ihn direkt an die Pflegeversicherung ab.

Wie hoch ist der Beitragssatz zur Pflegeversicherung f├╝r Rentner?

Der allgemeine Beitragssatz zur Pflegeversicherung liegt aktuell bei 2,05 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung der Rentner entspricht dem allgemeinen Beitragssatz und betr├Ągt somit 2,05 Prozent von der Rente. Zur Rente z├Ąhlt nicht nur die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch Betriebsrenten z├Ąhlen dazu. Beamte sind beihilfeberechtigt. Daher gilt f├╝r pensionierte Beamte ein anderer Beitragssatz des Versicherungsbeitrages als f├╝r den Pflegeversicherungsbeitrag als Rentner. So wird der Pflegeversicherungsbeitrag f├╝r Pension├Ąre nur mit dem halben Beitragssatz von 0,975 Prozent ermittelt.

Wie hoch ist der Pflegeversicherungsbeitrag bei Rentenbezug?

Der Pflegeversicherungsbeitrag bei Rentner wird von der Pflegeversicherung mit dem Beitragssatz f├╝r Rentner von derzeit 2,05 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens individuell f├╝r jeden versicherten Rentner berechnet. Eine pauschale Beitragsh├Âhe kann daher nicht genannt werden. Aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze von 3937,50 Euro liegt der maximale Pflegeversicherungsbeitrag ab 2013 f├╝r Rentner jedoch bei 80,72 Euro. In diesem H├Âchstbetrag ist eine m├Âgliche Betriebsrente mit einbezogen, denn falls vorhanden geh├Ârt sie wie auch die gesetzliche Rente mit zu versicherungspflichtigen Einkommen. Daher betr├Ągt auch der maximale Beitrag zur Pflegeversicherung mit Betriebsrente 80,72 Euro.

Beitragss├Ątze k├Ânnen sich ver├Ąndern

F├╝r alle Versicherungsbereiche der Sozialversicherung werden die Beitr├Ąge anhand von Beitragss├Ątzen ermittelt, denn sie in immer vom versicherungspflichtigen Einkommen abh├Ąngig. Um sich den allgemeinen Kostensteigerungen in den einzelnen Versicherungssparten anzupassen, werden auch in der Sozialversicherung die Beitragss├Ątze von Zeit zu Zeit angepasst und angehoben. In der Pflegeversicherung wurde die letzte Beitragsanpassung im Rahmen der Pflegereform vorgenommen. Steigende Pflegekosten und immer mehr Pflegebed├╝rftige f├╝hrten zu Leistungsverbesserungen, aber zu Beitragserh├Âhungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Lag der allgemeine Beitragssatz zur Pflegeversicherung und der Beitragssatz vor 2013 f├╝r Rentner noch bei 1,95 Prozent, hat die Pflegeversicherung den Beitragssatz ab 2013 f├╝r Rentner und alle anderen Versicherten auf 2,05 Prozent angehoben. Beitragss├Ątze sind somit nicht f├╝r die Zukunft festgeschrieben. Es kann also gut sein, dass die stetig steigenden Pflegekosten und gleichzeitig immer mehr pflegebed├╝rftige Menschen in Zukunft zu weiteren Erh├Âhungen beim Pflegeversicherungsbeitrag auch f├╝r Rentner f├╝hren und der Beitragssatz zur Pflegeversicherung nach 2013 f├╝r Rentner entsprechend angehoben wird.

Beitragszuschlag f├╝r kinderlose Rentner?

Professionelle Pflege verursacht weitaus h├Âhere Kosten als die h├Ąusliche Pflege in der Familie. Zudem empfinden es die meisten Pflegebed├╝rftigen als angenehmer, wenn sie in vertrauter Umgebung von vertrauten Menschen umsorgt und gepflegt werden. Deshalb findet auch meiste Pflege innerhalb der Familie statt. Menschen mit Kindern haben nat├╝rlich die weitaus besseren Karten, wenn es darum geht, im Pflegefall m├Âglicherweise von den Angeh├Ârigen gepflegt werden zu k├Ânnen. F├╝r die gesetzliche Pflegeversicherung verursachen sie deshalb statistisch gesehen auch bedeutend geringere Kosten als Kinderlose. Wesen der Sozialversicherung ist es aber, die soziale Gerechtigkeit f├╝r alle Versicherten zu gew├Ąhrleisten, indem finanziell schw├Ąchere Versicherte geringere Beitr├Ąge zahlen und Versicherte mit einem erh├Âhten Leistungsrisiko entsprechende Zuschl├Ąge zum Versicherungsbeitrag entrichten m├╝ssen. Daher gibt es in der Pflegeversicherung einen Zuschlag f├╝r Kinderlose. Der Beitrag zur Pflegeversicherung f├╝r Rentner ist nur bedingt vom Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung auf den Beitragssatz bei Rente betroffen. So zahlen Rentner, die vor dem 1.1.1940 geboren sind den regul├Ąren Beitragssatz zur Pflegeversicherung der Rentner von 2,05 Prozent ohne einen weiteren Zuschlag f├╝r Kinderlose. Rentner mit Geburtsdatum ab dem 1.1.1940 m├╝ssen hingegen genau wie allen anderen kinderlosen Versicherten den Kinderlosenzuschlag von 0,25 Prozent. Der Beitragssatz der Pflegeversicherung bei Rente erh├Âht sich damit f├╝r Kinderlose auf 2,3 Prozent. Als Kinder werden leibliche Kinder, Adoptivkinder, Stief- und Pflegekinder anerkannt.

Kranken- und Pflegeversicherung ÔÇô Pflichtversicherungen f├╝r Rentner

Auch Rentner sind krankenversicherungspflichtig. In aller Regel besteht dadurch auch automatisch die gesetzliche Pflegeversicherung. Seit 2004 muss der Pflegeversicherungsbeitrag bei Rente komplett aus eigener Tasche gezahlt werden. Bis 2004 war dies noch anders geregelt. Damals wurde der Beitrag zur Pflegeversicherung bei Rente je zur H├Ąlfte vom Versicherungsnehmer und vom Rentenversicherungstr├Ąger gezahlt. F├╝r die gesetzliche Krankenkasse tr├Ągt der Rentenversicherungstr├Ąger bis heute einen Teil des Versicherungsbeitrages. Den Gro├čteil des Krankenversicherungsbeitrages m├╝ssen Rentner jedoch von ihrer Rente zahlen. Kranken und Pflegeversicherungsbeitrag f├╝r Rentner werden anhand von Beitragss├Ątzen ermittelt. Der Kranken-/Pflegeversicherungsbeitrag f├╝r Rentner macht insgesamt 10,25 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens aus. Freiwillig versicherte Rentner sind nicht automatisch durch ihre Krankenversicherung auch pflegeversichert. Dennoch besteht auch f├╝r sie Versicherungspflicht f├╝r die Rentenversicherung. Freiwillig Versicherte m├╝ssen daher zus├Ątzlich zur Krankenversicherung einen Versicherungsvertrag zur Pflegeversicherung abschlie├čen. Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag bei Rente wird vom Rentenversicherungstr├Ąger genauso behandelt, wie bei pflichtversicherten Rentnern. Das hei├čt, 10,25 Prozent der Rente m├╝ssen von freiwillig Versicherten, f├╝r Kranken- und Pflegeversicherung zusammen, von der Rente gezahlt werden und werden automatisch von der Rente abgezogen. Auch Betriebsrenten sind zu 100 Prozent versicherungspflichtig und z├Ąhlen damit zum versicherungspflichtigen Einkommen. F├╝r den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag bei Betriebsrente werden also Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und Betriebsrente als versicherungspflichtiges Einkommen addiert. Vom Gesamtbetrag wird ein Beitragssatz von 10,25 Prozent als Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag f├╝r Rentner ab 2013 erhoben.

Als Rentner familienversichert?

Auch f├╝r Rentner ist es unter bestimmten Voraussetzungen m├Âglich in der Pflegeversicherung familienversichert zu sein, sodass f├╝r die Pflegeversicherung der Beitrag als Rentner entf├Ąllt. Weiterhin familienversichert k├Ânnen Rentner bleiben, wenn sie die Vorversicherungszeit f├╝r eine eigene Krankenpflichtversicherung f├╝r Rentner nicht erf├╝llen und nur ├╝ber ein geringes eigenes Einkommen von maximal 375 Euro verf├╝gen. Die Vorversicherungszeit zur Krankenpflichtversicherung f├╝r Rentner ist dann erf├╝llt, wenn der Rentner seit Beginn einer erstmaligen Erwerbst├Ątigkeit bis zum Rentenantrag neun Zehntel der zweiten H├Ąlfte dieses Zeitraums in der gesetzlichen Krankenkasse versichert war. Dabei spielt es keine Rolle, ob er pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert war. Treffen diese Bedingungen nicht zu, m├╝ssen auch Rentner, die zuvor familienversichert waren, in der Pflegeversicherung pflichtversichert werden. Das bedeutet, der regul├Ąre Beitrag zur Pflegeversicherung f├╝r Rentner muss gezahlt werden. F├╝r Rentner ├╝ber deren Pflegeversicherung ein Angeh├Âriger familienversichert ist, ├Ąndert sich in der Pflegeversicherung beim Beitrag f├╝r Rentner nichts. Es gilt f├╝r die Pflegeversicherung der Rentner der Beitragssatz von 2,05 Prozent, denn eine eingeschlossene Familienversicherung ist f├╝r den Versicherten und die familienversicherten Angeh├Ârigen beitragsfrei.

Ehrenamtliche Pflege und Rentenversicherung

F├╝r die meisten Pflegebed├╝rftige ist es w├╝nschenswert und angenehmer, wenn sie zu Hause von der Familie gepflegt werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung unterst├╝tzt die h├Ąusliche Pflege durch Angeh├Ârige, weil diese Pflege die geringsten Kosten verursacht. Sie bietet durch das frei verf├╝gbare Pflegegeld einen Anreiz f├╝r den Pflegebed├╝rftigen, sich f├╝r diese Art der Pflege zu entscheiden, wann immer es m├Âglich ist. F├╝r die ehrenamtliche Pflegeperson besteht Versicherungspflicht in der Rentenversicherung, wenn die ehrenamtliche Pflege dauerhaft f├╝r mindestens f├╝r 14 Stunden w├Âchentlich ausge├╝bt wird. ÔÇ×PflichtversichertÔÇť bedeutet jedoch nicht, dass bei ehrenamtlicher Pflege ein Beitrag zur Rentenversicherung gezahlt werden muss, denn f├╝r ehrenamtliche Pflegepersonen ├╝bernimmt die Pflegeversicherung den Beitrag zur Rentenversicherung. Dadurch, dass bei ehrenamtlicher Pflege die Beitr├Ąge zur Rentenversicherung f├╝r die Pflegepersonen entfallen, k├Ânnen sie ihren eigenen Rentenanspruch kostenfrei aufstocken.

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Die gesetzliche Pflegeversicherung stellt im Rahmen der Sozialversicherung eine Grundabsicherung im Pflegefall dar. Doch die realen Pflegekosten k├Ânnen nur mit Hilfe der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht gedeckt werden. Sch├╝tzen Sie sich daher vor hohen Eigenleistungen im Pflegefall und berechnen Sie mit unserem seiteninternen Tarifrechner die besten und g├╝nstigsten Tarife zur Pflegezusatzversicherung. Nach dem Tarifvergleich haben Sie Gelegenheit, direkt einen Versicherungsvertrag zur Pflegezusatzversicherung abzuschlie├čen. Zur Tarifberechnung gelangen Sie ├╝ber das blaue Feld ÔÇ×Zum VersicherungsvergleichÔÇť.

H├Ąufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung l├Ąsst sich gew├Ąhrleisten, dass Pflegebed├╝rftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebed├╝rftigkeit auf Unterst├╝tzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgef├╝hrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangeh├Ârige m├Âglich. Als pflegebed├╝rftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal f├╝r sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebed├╝rftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei t├Ąglichen Verrichtungen, die regelm├Ą├čig wiederkehren, sowie Ern├Ąhrung, K├Ârperpflege, Mobilit├Ąt und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tats├Ąchlich anfallenden Kosten ├╝bernimmt. Die private Pflegeversicherung tr├Ągt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebed├╝rftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten H├Âhe, ein Tagegeld oder die tats├Ąchliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so fr├╝h wie m├Âglich abgeschlossen werden, da die Pr├Ąmien umso niedriger sind, umso j├╝nger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche F├Ârderung?

Die staatliche F├Ârderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betr├Ągt. Allerdings sind von der Beitragsh├Âhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abh├Ąngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, f├Ârderungsw├╝rdige Versicherungsvertr├Ąge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht k├╝mmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zus├Ątzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. H├Ąufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen k├Ânnen Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleicherma├čen in Anspruch genommen werden. Die H├Âhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschlie├člich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen erg├Ąnzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schm├Ąlert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung k├Ânnen, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck ÔÇ×Pflege-BahrÔÇť in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in H├Âhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Dar├╝ber hinaus sollte die sp├Ątere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat f├╝r die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche F├Ârderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell gef├Ârderte Tarife.

Pflege-Versicherungen im Vergleich