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Pflegeversicherung Kurzzeitpflege

In Krisensituationen kann es passieren, dass die kurzzeitige Unterbringung des PflegebedĂŒrftigen in einer stationĂ€ren Einrichtung notwendig ist. Unter bestimmten Voraussetzungen erbringt die gesetzliche Pflegeversicherung Sonderleistungen fĂŒr die Kurzzeitpflege.

Bedingungen zum Erhalt von Sonderleistungen bei Kurzzeitpflege

  • wenn in Krisensituationen die hĂ€usliche Pflege nicht erfolgen kann
  • wenn fĂŒr eine Übergangszeit zwischen Krankenhausaufenthalt und hĂ€uslicher Pflege eine stationĂ€re Unterbringung notwendig ist
  • mindesten Pflegestufe 1 muss nachgewiesen werden
  • die Kurzzeitpflege muss stationĂ€r erfolgen

Kurzzeitpflege und Pflegestufe

  • bei Beantragung von Leistungen zur Kurzzeitpflege muss noch keine Pflegestufe vorhanden sein
  • auch eine nachtrĂ€gliche Bewilligung ist möglich
  • bei Pflegestufe 0 gibt es keine Leistungen

Leistungen

  • fĂŒr maximal 28 Tage pro Kalenderjahr Leistungen möglich
  • fĂŒr 28 Tage – 1550 Euro
  • Zeitraum und Leistungen können aufgesplittet werden
  • Leistungen fĂŒr Kurzzeitpflege gelten ausschließlich fĂŒr PflegetĂ€tigkeiten
  • Unterkunft und Verpflegung mĂŒssen vom PflegebedĂŒrftigen selbst gezahlt werden

Unterschied Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

  • Verhinderungspflege – zum Erhalt von Leistungen ist eine Vorauspflege von mindestens 6 Monaten notwendig, Pflegestufe muss bereits bei der Antragstellung vorhanden sein, meist ambulante Pflege
  • Kurzzeitpflege – Pflegestufe kann auch nachtrĂ€glich noch zugewiesen werden, keine Vorauspflege notwendig, stationĂ€re Pflege zwingend erforderlich

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Eine gute und gĂŒnstige Pflegezusatzversicherung finden Sie mit unserem seiteninternen Vergleichsrechner. Auf diesen gelangen Sie ĂŒber das blaue Feld „Zum Versicherungsvergleich“. Im Anschluss an den Tarifvergleich kann eine Pflegezusatzversicherung online abgeschlossen werden.

In Krisensituationen kann es passieren, dass die kurzzeitige Unterbringung des PflegebedĂŒrftigen in einer stationĂ€ren Einrichtung notwendig ist. Unter bestimmten Voraussetzungen erbringt die gesetzliche Pflegeversicherung Sonderleistungen fĂŒr die Kurzzeitpflege.

Bedingungen zum Erhalt von Sonderleistungen bei Kurzzeitpflege

  • wenn in Krisensituationen die hĂ€usliche Pflege nicht erfolgen kann
  • wenn fĂŒr eine Übergangszeit zwischen Krankenhausaufenthalt und hĂ€uslicher Pflege eine stationĂ€re Unterbringung notwendig ist
  • mindesten Pflegestufe 1 muss nachgewiesen werden
  • die Kurzzeitpflege muss stationĂ€r erfolgen

Kurzzeitpflege und Pflegestufe

  • bei Beantragung von Leistungen zur Kurzzeitpflege muss noch keine Pflegestufe vorhanden sein
  • auch eine nachtrĂ€gliche Bewilligung ist möglich
  • bei Pflegestufe 0 gibt es keine Leistungen

Leistungen

  • fĂŒr maximal 28 Tage pro Kalenderjahr Leistungen möglich
  • fĂŒr 28 Tage – 1550 Euro
  • Zeitraum und Leistungen können aufgesplittet werden
  • Leistungen fĂŒr Kurzzeitpflege gelten ausschließlich fĂŒr PflegetĂ€tigkeiten
  • Unterkunft und Verpflegung mĂŒssen vom PflegebedĂŒrftigen selbst gezahlt werden

Unterschied Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

  • Verhinderungspflege – zum Erhalt von Leistungen ist eine Vorauspflege von mindestens 6 Monaten notwendig, Pflegestufe muss bereits bei der Antragstellung vorhanden sein, meist ambulante Pflege
  • Kurzzeitpflege – Pflegestufe kann auch nachtrĂ€glich noch zugewiesen werden, keine Vorauspflege notwendig, stationĂ€re Pflege zwingend erforderlich

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Mit dem Begriff Kurzzeitpflege wird eine vorĂŒbergehende stationĂ€re Pflege bezeichnet. Dient die Kurzzeitpflege zur Entlastung der pflegenden Angehörigen oder als ÜberbrĂŒckung zwischen Krankenhausaufenthalt und der Pflege zuhause, ĂŒbernimmt die Pflegeversicherung auch Leistungen bei Kurzzeitpflege.

Pflegende Angehörige brauchen manchmal Entlastung

Der grĂ¶ĂŸte Teil der pflegebedĂŒrftigen Menschen wird zuhause von Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen gepflegt. Die Pflege eines kranken oder behinderten Menschen erfordert sehr viel Zeit und vor allem innere Kraft. Um pflegenden Angehörigen mitunter ein wenig Entlastung und Zeit zu ermöglichen fĂŒr einen Urlaub, zum Auftanken der seelischen KrĂ€fte oder bei einer Erkrankung des Pflegenden, gibt es die sogenannte Kurzzeitpflege. Das bedeutet, der PflegebedĂŒrftige wird fĂŒr einen kurzen Zeitraum aufgrund der besonderen UmstĂ€nde nicht wie gewohnt zuhause gepflegt. Stattdessen erfolgt fĂŒr diese Zeit die Pflege in einem Pflegeheim. Eine weitere Option zur Kurzzeitpflege ist der Übergang vom Krankenhausaufenthalt hin zur hĂ€uslichen Pflege. Manchmal mĂŒssen noch einige Dinge erledigt oder geĂ€ndert werden, bevor die Angehörigen die Pflege ĂŒbernehmen können. Auch in diesen FĂ€llen unterstĂŒtzt die Pflegeversicherung die Kurzzeitpflege mit Leistungen.

Bedingungen – wann besteht ein Anspruch auf Pflegegeld bei Kurzzeitpflege?

Ein allgemeiner Anspruch auf Leistungen aus Pflegeversicherung fĂŒr Kurzzeitpflege besteht immer dann, wenn die hĂ€usliche Pflege fĂŒr einen gewissen Zeitraum nicht oder noch nicht stattfinden kann. Ebenfalls gibt es Leistungen aus Pflegeversicherung bei Kurzzeitpflege, wenn eine teilstationĂ€re Pflege, also eine Tages- oder Nachtpflege, fĂŒr einen bestimmten Zeitraum nicht ausreicht. FĂŒr die gesetzliche Pflegeversicherung ist Kurzzeitpflege nur dann leistungsrelevant, wenn diese in Krisensituationen oder fĂŒr eine Übergangszeit notwendig ist. Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung bei Kurzzeitpflege hat nur, wer mindestens in Pflegestufe 1 eingestuft ist. Leistungen aus der Pflegeversicherung fĂŒr Kurzzeitpflege gibt es maximal fĂŒr 4 Wochen (28 Tage) pro Kalenderjahr. Dies gilt jedoch nur dann, wenn in einer stationĂ€ren Einrichtung erfolgt.

Pflegestufen und Kurzzeitpflege

Damit die Pflegeversicherung Leistungen bei Kurzzeitpflege erbringt, muss mindestens die Pflegestufe 1 vorhanden sein. Entsprechend gibt es mit Pflegestufe 0 fĂŒr Kurzzeitpflege keine Leistungen aus der Pflegeversicherung. Besteht noch keine Pflegestufe oder aber die Pflegestufe 0 wenn Kurzzeitpflege notwendig wird, kann kurzfristig ein Antrag auf Einstufung oder Höherstufung gestellt werden. Da die gesetzliche Pflegeversicherung die Einstufung in eine Pflegestufe immer auf der Basis eines Gutachtens durch den MDK vornimmt, sollte das Gutachten möglichst zeitnah nach der Antragstellung erfolgen. Schafft der MDK es innerhalb von 4 Wochen nach der Antragstellung nicht einen Begutachtungstermin wahrzunehmen, haben die Antragsteller das Recht einen alternativen Gutachter ĂŒber die gesetzliche Pflegeversicherung anzufordern. Da es mit Pflegestufe 0 fĂŒr Kurzzeitpflege keine Leistungen von der Pflegekasse gibt, lohnt es sich ĂŒber einen Antrag auf Höherstufung nachzudenken, sofern die Bedingungen zur Einstufung in die Pflegestufe 1 erreicht werden können.

Leistungen der Pflegeversicherung bei Kurzzeitpflege

Sind alle Bedingungen erfĂŒllt, um von der gesetzlichen Pflegeversicherung Leistungen bei Kurzzeitpflege zu erhalten, zahlt die Pflegekasse fĂŒr maximal 28 Tage im Kalenderjahr 1550 Euro. Dieser Höchstbetrag beim Pflegegeld fĂŒr Kurzzeitpflege kann auch aufgesplittet werden. Wenn beispielsweise 2mal im Jahr eine Kurzzeitpflege von jeweils 14 Tage benötigt wird, wĂŒrde fĂŒr jede der 14-tĂ€gigen Kurzzeitpflege 775 Euro gezahlt. Die Höhe der Pflegestufe ist fĂŒr Kurzzeitpflege Leistungen nicht relevant. Den Maximalbetrag von 1550 Euro fĂŒr 28 Tage gibt es in jeder Pflegestufe fĂŒr die Kurzzeitpflege. Ausgenommen ist nur die Pflegestufe 0. Das laufende monatliche Pflegegeld wird fĂŒr die Zeit der Kurzzeitpflege nur zur HĂ€lfte gezahlt. Das spezielle Pflegegeld wĂ€hrend der Kurzzeitpflege wird nur dann gezahlt, wenn die Kurzzeitpflege in einer stationĂ€ren Einrichtung stattfindet und gilt ausschließlich fĂŒr PflegetĂ€tigkeiten. Die Kosten fĂŒr Unterkunft und Verpflegung sind nicht im Pflegegeld wĂ€hrend der Kurzzeitpflege enthalten und mĂŒssen vom PflegebedĂŒrftigen selbst getragen werden.

Der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Um in Krisensituationen den Wegfall der hĂ€uslichen Pflege zu ĂŒberbrĂŒcken, gibt es neben der Kurzzeitpflege die Verhinderungspflege. Auch in diesem Fall erbringt die Pflegekasse Sonderleistungen. Anders als die Kurzzeitpflege erfolgt die Verhinderungspflege meist ambulant. Der wichtigste Unterschied besteht jedoch darin, dass zum Erhalt von Leistungen bei Verhinderungspflege eine Vorauspflege von mindestens 6 Monaten erfolgt sein muss. Das bedeutet, der PflegebedĂŒrftige muss seit mindestens 6 Monaten in eine Pflegestufe eingestuft sein, um Leistungen zur Verhinderungspflege zu erhalten. Dagegen ist die Vergabe einer der Pflegestufen vor der Kurzzeitpflege nicht zwingend notwendig. Eine Pflegestufe kann sogar noch nachtrĂ€glich nach der Kurzzeitpflege vergeben werden. Entsprechend ist auch der Erhalt von Pflegegeld vor der Kurzzeitpflege nicht zwingend notwendig.

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Eine Pflegezusatzversicherung ist ratsam, denn die gesetzliche Pflegeversicherung ĂŒbernimmt nur einen Teil der Kosten im Pflegefall. Das blaue Feld „Zum Versicherungsvergleich“ fĂŒhrt Sie direkt auf den seiteninternen Vergleichsrechner. Er berechnet die besten Tarife zur Pflegezusatzversicherung fĂŒr Sie. Anschließend können Sie die Versicherung Ihrer Wahl online abschließen.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Pflege-Versicherungen im Vergleich