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Pflegestufe Kriterien fĂŒr Einstufung

Wenn der Pflegefall eintritt, dann ist der erste Schritt der Weg zur Krankenkasse, um eine ÜberprĂŒfung und Einstufung der Pflegestufe vornehmen zu lassen. Diese Einstufung sorgt dafĂŒr, dass der Betroffene finanzielle oder sachbezogene UnterstĂŒtzung erhĂ€lt und so genĂŒgend Mittel da sind, um eine menschenwĂŒrdige und allumfassende Pflege zu ermöglichen.

Die Pflegestufen

  • es gibt vier unterschiedliche Pflegestufen
  • die Einstufung richtet sich nach der PflegebedĂŒrftigkeit
  • liegt eine Demenz vor, erhöht dies die Leistungen der Pflegeversicherung
  • die ÜberprĂŒfung der Pflegestufe muss schriftlich beantragt werden
  • eine ÜberprĂŒfung der Einstufung erfolgt alle zwei Jahre

Anbieter vergleichen & Kosten sowie Leistungen berechnen

Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich immer nach der vorliegenden Pflegestufe. Wenn Sie bereits im Vorfeld die möglichen Leistungen berechnen wollen, dann nutzen Sie bitte unseren Vergleichsrechner. Sie finden ihn ĂŒber den Button „Zum Vergleichsrechner“.

Wenn der Pflegefall eintritt, dann ist der erste Schritt der Weg zur Krankenkasse, um eine ÜberprĂŒfung und Einstufung der Pflegestufe vornehmen zu lassen. Diese Einstufung sorgt dafĂŒr, dass der Betroffene finanzielle oder sachbezogene UnterstĂŒtzung erhĂ€lt und so genĂŒgend Mittel da sind, um eine menschenwĂŒrdige und allumfassende Pflege zu ermöglichen.

Die Pflegestufen

  • es gibt vier unterschiedliche Pflegestufen
  • die Einstufung richtet sich nach der PflegebedĂŒrftigkeit
  • liegt eine Demenz vor, erhöht dies die Leistungen der Pflegeversicherung
  • die ÜberprĂŒfung der Pflegestufe muss schriftlich beantragt werden
  • eine ÜberprĂŒfung der Einstufung erfolgt alle zwei Jahre

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Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich immer nach der vorliegenden Pflegestufe. Wenn Sie bereits im Vorfeld die möglichen Leistungen berechnen wollen, dann nutzen Sie bitte unseren Vergleichsrechner. Sie finden ihn ĂŒber den Button „Zum Vergleichsrechner“.

 


 

Die Höhe des Pflegegeldes oder der Sachleistungen aus der Pflegeversicherung richtet sich generell nach der Einstufung in die unterschiedlichen Pflegestufen. Je höher die Pflegestufe, umso höher auch die Leistungen der Pflegeversicherung. Somit kann man sagen, dass die Pflegestufe die MobilitÀt misst und diese in die entsprechenden Leistungen umrechnet.

Pflegestufe und MobilitĂ€t – Pflegestufe 0

Die Pflegestufe 0 kommt dann zum Tragen, wenn der PflegebedĂŒrftige keinen regulĂ€ren Anspruch auf eine Pflegestufe hat, da er keinen erheblichen Pflegebedarf nachweisen kann. Jedoch kann eine eingeschrĂ€nkte Alterskompetenz sowie psychische Erkrankungen zur Einstufung in diese Pflegestufe fĂŒhren.

Folgende Kriterien werden berĂŒcksichtigt:

  • der Betroffene zeigt Tendenzen zum Weglaufen
  • der Betroffene kann seine eigene Situation nicht einschĂ€tzen
  • der Betroffene erkennt keine gefĂ€hrlichen GegenstĂ€nde und geht mit diesen unsachgemĂ€ĂŸ um
  • der Betroffene nimmt keine therapeutischen Maßnahmen an
  • der Betroffene kann seinen Tagesablauf nicht eigenstĂ€ndig und verantwortungsvoll planen

Pflegestufe und MobilitĂ€t – Pflegestufe I

PflegebedĂŒrftige, die in die Pflegestufe I eingestuft werden, benötigen einen erheblichen Pflegeaufwand. Sie benötigen UnterstĂŒtzung bei der Körperpflege und bei der Zubereitung sowie der Aufnahme der einzelnen Mahlzeiten. Die MobilitĂ€t ist soweit eingeschrĂ€nkt, dass die PflegebedĂŒrftigen der Pflegestufe I fĂŒr zwei Verrichtungen pro Tag mindestens einmal Hilfe und UnterstĂŒtzung benötigen. Zudem mĂŒssen PflegebedĂŒrftige, die in diese Pflegestufe eingestuft wurden, mehrmals pro Woche eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen.

Der Pflegeaufwand, der fĂŒr alle TĂ€tigkeiten anfĂ€llt, muss mindestens 90 Minuten pro Woche betragen. Von diesen 90 Minuten mĂŒssen 45 Minuten fĂŒr die Grundpflege genutzt werden. Die Pflege kann von einer Pflegekraft oder von einem Familienangehörigen durchgefĂŒhrt werden.

Pflegestufe und MobilitĂ€t – Pflegestufe II

Alle PflegebedĂŒrftigen in der Pflegestufe II haben einen sehr hohen Pflegeaufwand und gelten als schwer pflegebedĂŒrftig. Die Betroffenen benötigen UnterstĂŒtzung bei der Pflege, bei der ErnĂ€hrung und sind in ihrer MobilitĂ€t so eingeschrĂ€nkt, dass sie sich nicht eigenstĂ€ndig bewegen und behelfen können. UnterstĂŒtzung in mehreren Bereichen ist mindestens dreimal pro Tag nötig. Zudem muss der PflegebedĂŒrftige mehrmals pro Woche die Hilfe einer Haushaltskraft in Anspruch nehmen.

Familienangehörige oder PflegekrĂ€fte mĂŒssen sich mindestens drei Stunden pro Tag um die zu pflegende Person kĂŒmmern. Allein auf die Grundpflege mĂŒssen zwei Stunden pro Tag entfallen.

Pflegestufe und MobilitĂ€t – Pflegestufe III

Um in der Pflegestufe III aufgenommen werden zu können, muss der Betroffene schwerstpflegebedĂŒrftig sein. Die zu pflegende Person muss rund um die Uhr Hilfe in Anspruch nehmen. Weder das Essen, noch das Ankleiden und Bewegen kann aus eigener Kraft geschehen. Die MobilitĂ€t ist komplett eingeschrĂ€nkt. Zudem muss mehrmals pro Woche die Hilfe einer Haushaltskraft in Anspruch genommen werden.

Der Zeitaufwand fĂŒr die Pflege und die Betreuung, um in Pflegestufe III eingestuft zu werden, muss mindestens fĂŒnf Stunden pro Tag betragen. Davon mĂŒssen fĂŒr die Grundpflege 4 Stunden eingeplant werden.

Pflegestufe und MobilitĂ€t – Tipps und Hinweise

Eine vorliegende Demenz spielt in allen Pflegestufen einen Rolle. Sie sorgt dafĂŒr, dass die Pflegeleistungen erhöht werden. Welche Pflegestufe dabei in Betracht gezogen werden kann, hĂ€ngt von der sonstigen PflegebedĂŒrftigkeit des Betroffenen ab.

Die Feststellung der Pflegestufe erfolgt durch eine Begutachtung der betroffenen Person und wird immer nach einer Einzelfallentscheidung festgelegt. Die Begutachtung wird in der Regel alle zwei Jahre wiederholt.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

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