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Pflegestufe bei Krebs

Krebspatienten erhalten nicht automatisch eine Pflegestufe und damit Leistungen aus der Pflegeversicherung. Zum Erhalt einer Pflegestufe und von Pflegeleistungen mĂŒssen die allgemein gĂŒltigen Kriterien erfĂŒllt sein.

Krebs – eine Erkrankung mit vielen Varianten

  • rund 500000 Menschen erkranken jĂ€hrlich erstmalig an Krebs
  • jede Art von menschlichem Gewebe kann von Krebs befallen werden
  • PflegebedĂŒrftigkeit ist nicht zwangslĂ€ufig die Folge einer Krebserkrankung

Erhalt einer Pflegestufe

  • eine Pflegestufe wird nicht krankheitsspezifisch vergeben
  • ausschlaggebend fĂŒr die Vergabe ist ausschließlich der Schweregrad der PflegebedĂŒrftigkeit
  • allgemeine Voraussetzung – dauerhafter Pflegebedarf fĂŒr mindestens 6 Monate

Pflegestufe 0

  • dauerhafter Pflegebedarf, Bedingungen zum Erhalt der Pflegestufe 1 sind aber noch nicht erfĂŒllt

Pflegestufe 1

  • Pflegebedarf mindestens 90 Minuten tĂ€glich
  • Pflegebedarf in der Grundpflege mindestens 45 Minuten tĂ€glich</i>

Pflegestufe 2

  • tĂ€glicher Pflegebedarf von mindestens 3 Stunden Dauer

Pflegestufe 3

  • mindesten 5 Stunden tĂ€glicher Pflegebedarf
  • 4 Stunden Grundpflege tĂ€glich

Pflegegeld fĂŒr Krebspatienten

  • nur nach Zuteilung einer Pflegestufe
  • Höhe der Leistungen richtet sich nach der Höhe der Pflegestufe

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Eine Pflegezusatzversicherung sollte zur finanziellen Absicherung im Pflegefall vorhanden sein. Berechnen Sie deshalb die besten Pflegezusatzversicherungen mit unserem seiteninternen Vergleichsrechner. Nach der Berechnung der besten Tarife kann ein Onlineabschluss fĂŒr eine Pflegeversicherung getĂ€tigt werden. Das blaue Feld „Zum Versicherungsvergleich“ leitet Sie direkt auf den Vergleichsrechner.

Krebspatienten erhalten nicht automatisch eine Pflegestufe und damit Leistungen aus der Pflegeversicherung. Zum Erhalt einer Pflegestufe und von Pflegeleistungen mĂŒssen die allgemein gĂŒltigen Kriterien erfĂŒllt sein.

Krebs – eine Erkrankung mit vielen Varianten

  • rund 500000 Menschen erkranken jĂ€hrlich erstmalig an Krebs
  • jede Art von menschlichem Gewebe kann von Krebs befallen werden
  • PflegebedĂŒrftigkeit ist nicht zwangslĂ€ufig die Folge einer Krebserkrankung

Erhalt einer Pflegestufe

  • eine Pflegestufe wird nicht krankheitsspezifisch vergeben
  • ausschlaggebend fĂŒr die Vergabe ist ausschließlich der Schweregrad der PflegebedĂŒrftigkeit
  • allgemeine Voraussetzung – dauerhafter Pflegebedarf fĂŒr mindestens 6 Monate

Pflegestufe 0

  • dauerhafter Pflegebedarf, Bedingungen zum Erhalt der Pflegestufe 1 sind aber noch nicht erfĂŒllt

Pflegestufe 1

  • Pflegebedarf mindestens 90 Minuten tĂ€glich
  • Pflegebedarf in der Grundpflege mindestens 45 Minuten tĂ€glich</i>

Pflegestufe 2

  • tĂ€glicher Pflegebedarf von mindestens 3 Stunden Dauer

Pflegestufe 3

  • mindesten 5 Stunden tĂ€glicher Pflegebedarf
  • 4 Stunden Grundpflege tĂ€glich

Pflegegeld fĂŒr Krebspatienten

  • nur nach Zuteilung einer Pflegestufe
  • Höhe der Leistungen richtet sich nach der Höhe der Pflegestufe

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Die Diagnose Krebs ist fĂŒr die Betroffenen und deren Angehörige immer eine schockierende Nachricht – wird Krebs doch oftmals als unheilbare Erkrankung ohne Hoffnung angesehen. Dennoch bedeutet eine Krebserkrankung nicht zwangslĂ€ufig, dass die Betroffenen zum Pflegefall werden und damit automatisch ein Anspruch auf eine Pflegestufe bei Krebs besteht.

Krebs hat viele Gesichter

Krebs ist eine Erkrankung, die großen Schrecken und große Hoffnungslosigkeit bei Betroffenen und Angehörigen verbreitet und ist wohl die Erkrankung, vor der die meisten Menschen die grĂ¶ĂŸte Angst haben. JĂ€hrlich erkranken knapp unter 500000 Menschen in Deutschland an Krebs. Dennoch sterben mehr Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als an Krebs. Krebs kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten. Lungenkrebs, Brustkrebs und Hautkrebs sind dabei die bekanntesten Varianten der Erkrankung. Doch jedes Gewebe im menschlichen Körper kann von der Krankheit befallen werden und noch lĂ€ngst nicht immer bedeutet die Diagnose Krebs fĂŒr die Patienten den sicheren Tod oder in absehbarer Zeit zum Pflegefall zu werden. Dementsprechend kann nicht zwangslĂ€ufig davon ausgegangen werden, dass ein Anspruch auf eine der Pflegestufen bei Krebserkrankung besteht. Ob ein Krebspatient eine Pflegestufe erhĂ€lt und damit auch Pflegegeld beantragen kann, hĂ€ngt immer vom Einzelfall ab.

Die Schwere der PflegebedĂŒrftigkeit bestimmt die Pflegestufe

Pflegestufen werden nicht explizit fĂŒr bestimmte Erkrankungen vergeben. Rein theoretisch kann jede schwere Erkrankung dazu fĂŒhren, dass die Betroffenen zum Pflegefall werden und damit eine Pflegestufe beantragen können. FĂŒr den Erhalt einer Pflegestufe ist allein das Ausmaß des Pflegebedarfs entscheidend. Nicht jeder Krebspatient wird automatisch zum dauerhaften Pflegefall. Auch eine Chemotherapie muss nicht immer dazu fĂŒhren, dass eine Pflegestufe vergeben und damit Pflegegeld nach der Chemo gezahlt wird. Ebenso verhĂ€lt es sich mit den unterschiedlichen Krebserkrankungen. Der Erhalt einer Pflegestufe bei Lungenkrebs ist daher nicht wahrscheinlicher als der Erhalt einer Pflegestufe bei einer anderen Krebserkrankung. Dennoch geht es vielen krebskranken Patienten so schlecht, dass sie ĂŒber kurz oder lang Hilfe und Pflege benötigen. Wird fĂŒr einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten dauerhaft Hilfe benötigt und wird die Pflege in dem, fĂŒr die einzelnen Pflegestufen geforderten Umfang benötigt, sollte eine Pflegestufe bei Krebs beantragt werden.

Die allgemeinen Voraussetzungen zum Erhalt einer Pflegestufe

Gerade bei Krebserkrankungen kann sich der Zustand der Patienten zeitweise dramatisch verschlechtern und anschließend wieder eine relativ gute Gesundheitsphase eintreten. Aggressive Behandlungsmethoden wie etwa eine Chemotherapie verursachen hĂ€ufig Zeiten, in denen es den Patienten sehr schlecht geht. Dennoch gibt es nicht automatisch eine Pflegestufe bei Chemotherapie. Pflegestufen werden generell nur dann bewillig, wenn fĂŒr mindestens 6 Monate ein dauerhafter Pflegebedarf besteht. Ist dies nicht gegeben, gibt es auch keine Pflegestufe fĂŒr eine Chemo. GrundsĂ€tzlich muss in allen Pflegestufen ein Pflegebedarf in der Grundpflege nachgewiesen werden. Zur Grundpflege gehören alle alltĂ€glichen Verrichtungen aus den Bereichen Körperpflege, MobilitĂ€t und ErnĂ€hrung. DarĂŒber hinaus muss auch im Haushalt Hilfe benötigt werden.

Pflegestufe 0,1,2 oder 3

Zur Einstufung in eine Pflegestufe von Krebs Patienten stehen die allgemeinen Pflegestufen 0 bis 3 zur VerfĂŒgung. Die Pflegestufe 0 wird oftmals nicht als eine richtige Pflegestufe bezeichnet, denn sie wird vergeben, wenn der Pflegebedarf noch nicht den Einstufungsbedingungen fĂŒr die Pflegestufe 1 entspricht. Zum Erhalt der Pflegestufe 1 ist ein 90-minĂŒtiger Pflege- und Hilfebedarf pro Tag erforderlich. Davon mĂŒssen wenigstens 45 Minuten fĂŒr mindestens zwei Verrichtungen aus der Grundpflege verwandt werden. In der Pflegestufe 2 erhöht sich der Zeitaufwand auf tĂ€glich 3 Stunden, wĂ€hrend fĂŒr die Pflegestufe 3 ein Pflegeaufwand von mindestens 5 Stunden am Tag notwendig ist. Die Voraussetzungen fĂŒr eine Pflegestufe bei Lungenkrebs oder irgendeiner anderen Krebserkrankung sind die gleichen wie fĂŒr jede andere Erkrankung. Es wird nicht explizit eine Pflegestufe fĂŒr Krebs vergeben, sondern immer nur fĂŒr die Schwere der PflegebedĂŒrftigkeit. Ebenso wird nicht zwangslĂ€ufig eine Pflegestufe nach einer Chemotherapie vergeben. Nur wenn der Gesundheitszustand des Krebspatienten nach der Therapie dauerhaft schlecht bleibt und ein regelmĂ€ĂŸiger und dauerhafter Pflegebedarf entsteht, wird eine Pflegestufe vergeben und damit auch Pflegegeld nach der Chemo gezahlt.

Ohne Pflegestufe gibt es kein Pflegegeld

Nur Krebspatienten, die der dauerhaften Pflege bedĂŒrfen, erhalten Pflegegeld aus gesetzlicher und privater Pflegeversicherung. Die Versicherungsleistungen sind immer an den Nachweis einer vorhandenen Pflegestufe gebunden. Pflegegeld nach einer Chemotherapie wird dann gezahlt, wenn zuvor eine Pflegestufe fĂŒr den Chemo Patienten vergeben wurden. Die Höhe des Pflegegeldes orientiert sich ebenfalls an den Pflegestufen bei Krebserkrankung. Je höher die Einstufung, desto höher fallen auch die Versicherungsleistungen aus. Dieses System gilt gleichermaßen fĂŒr die gesetzliche Pflegeversicherung und fĂŒr Pflegezusatzversicherungen. Auch bei den Pflegezusatzversicherungen ist der Nachweis einer Pflegestufe zum Erhalt von Leistungen notwendig. Genau wie bei der gesetzlichen Pflegekasse orientiert sich das Pflegegeld nach einer Chemotherapie oder allgemein bei Krebserkrankungen an der Höhe der vorhandenen Pflegestufe.

Angebote vergleichen & Kosten berechnen

Eine Pflegezusatzversicherung ist fĂŒr jeden wichtig. Um die besten Pflegeversicherungstarife zu ermitteln, nutzen Sie unseren seiteninternen Vergleichsrechner. Auf diesen gelangen Sie ĂŒber den blauen Button „Zum Versicherungsvergleich“. Nach der Tarifberechnung können Sie eine Pflegezusatzversicherung online abschließen.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Pflege-Versicherungen im Vergleich