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Pflegegeld fĂŒr behinderte Kinder

Ein Anspruch auf Zahlung eines Pflegegeldes besteht auch fĂŒr behinderte Kinder. Allerdings ist dieser Anspruch unabhĂ€ngig von dem festgestellten Grad der Behinderung (GDB), der aus der Behinderung des Kindes resultiert. Außerdem mĂŒssen Eltern wissen, dass einem Antrag auf Pflegegeld bei Kindern nur selten nachgegeben wird, da der individuelle Pflegebedarf schwer nachzuhalten ist.

Der Grad der Behinderung (GDB)

  • Festgestellt vom Versorgungsamt
  • Ab GDB 50 Anspruch auf Schwerbehindertenausweis

UnabhÀngigkeit der Pflegestufen

  • GDB ist unabhĂ€ngig von Pflegestufe
  • Pflegestufe wird vom Medizinischen Dienst festgestellt

Schwierige Beurteilung bei Kindern

  • Bei Kindern muss erheblicher Betreuungsaufwand vorliegen
  • Nachweis als Pflegetagebuch sinnvoll
  • Nur dann besteht Chance auf Pflegegeld

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FĂŒr gesunde Kinder kann sich schon frĂŒhzeitig der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung anbieten. Sie zahlt, wenn das Kind zum Pflegefall wird unabhĂ€ngig von der Beantragung des gesetzlichen Pflegegeldes. Ist das Kind schon ein Pflegefall, kommt der Abschluss dieser Vorsorge allerdings meist nicht in Frage.

Ein Anspruch auf Zahlung eines Pflegegeldes besteht auch fĂŒr behinderte Kinder. Allerdings ist dieser Anspruch unabhĂ€ngig von dem festgestellten Grad der Behinderung (GDB), der aus der Behinderung des Kindes resultiert. Außerdem mĂŒssen Eltern wissen, dass einem Antrag auf Pflegegeld bei Kindern nur selten nachgegeben wird, da der individuelle Pflegebedarf schwer nachzuhalten ist.

Der Grad der Behinderung (GDB)

  • Festgestellt vom Versorgungsamt
  • Ab GDB 50 Anspruch auf Schwerbehindertenausweis

UnabhÀngigkeit der Pflegestufen

  • GDB ist unabhĂ€ngig von Pflegestufe
  • Pflegestufe wird vom Medizinischen Dienst festgestellt

Schwierige Beurteilung bei Kindern

  • Bei Kindern muss erheblicher Betreuungsaufwand vorliegen
  • Nachweis als Pflegetagebuch sinnvoll
  • Nur dann besteht Chance auf Pflegegeld

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FĂŒr gesunde Kinder kann sich schon frĂŒhzeitig der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung anbieten. Sie zahlt, wenn das Kind zum Pflegefall wird unabhĂ€ngig von der Beantragung des gesetzlichen Pflegegeldes. Ist das Kind schon ein Pflegefall, kommt der Abschluss dieser Vorsorge allerdings meist nicht in Frage.

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GrundsĂ€tzlich haben behinderte Kinder unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pflegegeld. Bei der Beantragung ist das gleiche Verfahren zu durchlaufen, das auch bei einer Pflegegeldbeantragung fĂŒr Erwachsene greift. Außerdem muss nachweisbar ein Pflegebedarf bestehen, der ĂŒber den Betreuungsbedarf bei gleichaltrigen Kindern deutlich hinaus geht. Deshalb ist die Beantragung von Pflegegeld fĂŒr sehr kleine Kinder ein nahezu vergebliches Unterfangen. Abzugrenzen ist die Beantragung von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung außerdem von dem Grad der Behinderung (GDB). Er ist unabhĂ€ngig von der diagnostizierten Pflegestufe, und er lĂ€sst auch keinen RĂŒckschluss auf die mögliche Einstufung in eine Pflegestufe zu.

Anbieter

Der Antrag auf Pflegegeld fĂŒr behinderte Kinder wird bei der gesetzlichen Pflegekasse gestellt. Das Antragsverfahren durchlĂ€uft die gleichen Schritte wie bei alten Menschen, deren Angehörige Pflegegeld beantragen mĂŒssen. Allerdings ist bei kleinen Kindern der Nachweis zu fĂŒhren, dass der Betreuungsaufwand aufgrund der Behinderung maßgeblich höher ist als der zeitliche Aufwand bei einem gleichaltrigen Kind. Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, vor dem Einreichen des Antrags bei der Pflegekasse ein Pflegetagebuch zu fĂŒhren. Darin ist der zeitliche Aufwand pro Tag in Minuten fĂŒr alle TĂ€tigkeiten festzuhalten, die fĂŒr die Beurteilung der Pflegestufe maßgeblich sind. Auf den Internetseiten der Allgemeinen Ortskrankenkassen können sich Versicherte umfassend zur Einstufung in eine Pflegestufe informieren. Hier sind auch Angaben zu finden, welche TĂ€tigkeiten bei der Festlegung der Pflegestufe relevant sind. Ein Pflegetagebuch wird helfen, den Bedarf gegenĂŒber der Pflegekasse transparent zu machen. Insbesondere der Medizinische Dienst der Krankenkasse wird diese Aufzeichnung einfordern, um damit den Pflegebedarf objektiv zu ĂŒberprĂŒfen.

Der Grad der Behinderung (GDB)

Die Behinderung eines Menschen wird unabhĂ€ngig von seinem Alter durch den Grad der Behinderung (GDB) festgelegt. Der Grad der Behinderung wird vom örtlichen Versorgungsamt festgestellt. Er ist völlig unabhĂ€ngig von der diagnostizierten Pflegestufe. Deshalb ist nur aufgrund einer Behinderung noch kein Anspruch auf Zahlung eines Pflegegeldes gegeben. Vielmehr mĂŒssen auch Behinderte den Antrag auf Pflegeleistungen stellen, und der Medizinische Dienst der Krankenkassen muss den pflegerischen Bedarf feststellen. Erst danach können behinderte Menschen Pflegegeld beziehen. Diese Unterscheidung zwischen dem Grad der Behinderung und der Pflegestufe besteht auch bei behinderten Kindern. Ob bei einem Grad von 60 eine Behinderung mit Pflegestufe festgestellt werden kann oder ob bei einem GDB von 80 eine Pflegestufe vorliegt, ist somit pauschal nicht zu beantworten. Auch ob ein Pflegegeld bei 60 mit Behinderung, ein Pflegegeld bei 70 mit Behinderung, ein Pflegegeld bei 80 mit Behinderung oder gar ein Pflegegeld bei 80 mit Schwerbehinderung bezahlt wird, muss die Pflegekasse genau prĂŒfen. Sie wird ebenso verifizieren, ob ein Pflegegeld bei Down Syndrom bei Kindern erforderlich ist oder ob ein Anspruch auf Pflegegeld eine geistige Behinderung voraussetzt. Da aber eine Pflegestufe bei 80 mit Behinderung, eine Pflegestufe bei 80 mit Schwerbehinderung sowie eine Pflegestufe bei Querschnitt nicht zwingend festgestellt wird, dĂŒrfte ein Anspruch auf Pflegegeld bei 50 mit Behinderung oder eine Pflegestufe bei 60 Grad der Behinderung nur im Einzelfall in Frage kommen.

UnabhÀngigkeit der Pflegestufen

Bei der Beantragung eines Pflegegeldes ist unbedingt zu beachten, dass der Grad der Behinderung vollkommen unabhĂ€ngig von der Einstufung in eine Pflegestufe ist. Der Grad der Behinderung wird vom örtlichen Versorgungsamt festgestellt. Ob ein Anspruch auf die Zahlung eines Pflegegeldes besteht, muss der Medizinische Dienst der Krankenkasse des Versicherten dagegen anhand des Zeitbedarfs ermitteln, der fĂŒr eine bestimmte TĂ€tigkeit der Körperpflege oder im hauswirtschaftlichen Bereich erforderlich ist. Die UnabhĂ€ngigkeit von Pflegestufe und Schwerbehinderung gilt auch fĂŒr Kinder. Stellen die Eltern einen Antrag auf Zahlung eines Pflegegeldes aufgrund einer Behinderung, muss deutlich zwischen dem Grad der Behinderung und dem Schwerbehindertenausweis sowie der möglichen Pflegestufe unterschieden werden. Ob bei bestimmten Pflegestufen fĂŒr Behinderte ein fester Anspruch auf Zahlung des Pflegegeldes besteht, ist somit nicht pauschal zu beantworten.

Schwierige Beurteilung bei Kindern

Wer plant, Pflegegeld zu beantragen fĂŒr behindertes Kind, muss sich darĂŒber im Klaren sein, dass ein Pflegegeld behindertes Kind vor allem bei Kleinkindern selten genehmigt wird. Das liegt daran, dass ein Pflegegeld fĂŒr Behinderte nur dann gezahlt wird, wenn der Pflegebedarf transparent nachzuweisen ist. Gerade dieser Nachweis ist bei kleinen Kindern sehr schwer zu fĂŒhren. Möchte man ein Pflegegeld fĂŒr ein behindertes Kind anfordern, muss genau aufgezeigt werden, dass die Betreuung bei definierten TĂ€tigkeiten deutlich lĂ€nger dauert als bei einem gleichaltrigen Kind. Deshalb ist der Betreuungsaufwand pro TĂ€tigkeit in Minuten zu dokumentieren. Ein Pflegetagebuch kann ein gutes Hilfsmittel sein, um den zeitlichen Bedarf objektiv und transparent zu ermitteln. Wer diesen Nachweis nicht fĂŒhren kann, wird große Schwierigkeiten haben, ein Pflegegeld behindertes Kind zu beantragen.

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Ein behindertes Kind kann im Einzelfall einen Anspruch auf Pflegegeld gegenĂŒber der Pflege-Pflichtversicherung haben. Ganz anders mag sich die Situation bei einer privaten Pflegeversicherung darstellen. In der Regel schließen Eltern fĂŒr ihre Kinder zunĂ€chst keine Pflegeversicherung ab, da man hier meist eher an die Vorsorge fĂŒr alte Menschen denkt. Die private Pflegeversicherung fĂŒr Kinder steht weniger im Fokus. Doch auch Kinder können zum Pflegefall werden. Deshalb bieten einige Versicherer besondere Policen fĂŒr Kinder an, die eine Rundum-Absicherung bei UnfĂ€llen, im Pflegefall, gegen Krankheiten oder gegen BerufsunfĂ€higkeit bieten. Im Lauf der Jahre ist der Versicherungsschutz durch Nachversicherungsgarantien dann sinnvoll zu erweitern. Wenn sich Eltern fĂŒr diese Versicherung entscheiden, ist ein Versicherungsvergleich angesagt. Er wird mit einem Klick auf das Feld „Zum Versicherungsvergleich“ angestoßen. Anders sieht der Fall aus, wenn das Kind bereits ein Pflegefall ist. Dann ist es meist nicht möglich, noch eine private Versicherung zur ErgĂ€nzung abzuschließen.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Pflege-Versicherungen im Vergleich