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Muss man Pflegegeld zurĂŒckzahlen?

Zu viel gezahltes Pflegegeld einfach behalten oder der Pflegekasse anzeigen und zurĂŒckzahlen?Eine Frage, die viele Betroffene bewegt. Der Gesetzgeber hat dafĂŒr klare Regeln aufgestellt. Wie diese in der Praxis umgesetzt werden, ist eine andere Sache.

Pflegegeld zurĂŒckzahlen – so sieht es aus

  • EmpfĂ€nger des Pflegegeldes muss VerĂ€nderungen unverzĂŒglich bei der Pflegekasse anzeigen
  • RĂŒckzahlungen können dann verlangt werden, wenn die Pflegekasse eine Absicht hinter der Verschleppung der Information vermutet
  • fĂŒr eine verzögerte Kontrolle der PflegebedĂŒrftigkeit durch den MDK haftet der PflegegeldempfĂ€nger hingegen nicht
  • in solch einem Fall kann die Kasse keine RĂŒckzahlung verlangen

Pflegegeld Nachzahlung durch Pflegekasse

  • Nachzahlung des Pflegegeldes immer erst ab dem Tag, an dem der Antrag auf Pflegegeld gestellt wurde
  • Ă€ndert sich die Pflegestufe, so erfolgt die Nachzahlung auch erst ab Antragstellung
  • ĂŒber diese Termine hinaus wird keine Nachzahlung stattfinden

Möglichkeiten vergleichen & Kosten berechnen

Ob Sie mit einer Nachzahlung oder einer RĂŒckerstattung von Pflegegeld rechnen mĂŒssen und können, können Sie ganz entspannt ĂŒber unseren Vergleichsrechner testen. Zu diesem gelangen Sie ĂŒber den Button „Zum Vergleichsrechner“.

Zu viel gezahltes Pflegegeld einfach behalten oder der Pflegekasse anzeigen und zurĂŒckzahlen?Eine Frage, die viele Betroffene bewegt. Der Gesetzgeber hat dafĂŒr klare Regeln aufgestellt. Wie diese in der Praxis umgesetzt werden, ist eine andere Sache.

Pflegegeld zurĂŒckzahlen – so sieht es aus

  • EmpfĂ€nger des Pflegegeldes muss VerĂ€nderungen unverzĂŒglich bei der Pflegekasse anzeigen
  • RĂŒckzahlungen können dann verlangt werden, wenn die Pflegekasse eine Absicht hinter der Verschleppung der Information vermutet
  • fĂŒr eine verzögerte Kontrolle der PflegebedĂŒrftigkeit durch den MDK haftet der PflegegeldempfĂ€nger hingegen nicht
  • in solch einem Fall kann die Kasse keine RĂŒckzahlung verlangen

Pflegegeld Nachzahlung durch Pflegekasse

  • Nachzahlung des Pflegegeldes immer erst ab dem Tag, an dem der Antrag auf Pflegegeld gestellt wurde
  • Ă€ndert sich die Pflegestufe, so erfolgt die Nachzahlung auch erst ab Antragstellung
  • ĂŒber diese Termine hinaus wird keine Nachzahlung stattfinden

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Mehr als zwei Millionen Menschen beziehen momentan in Deutschland Pflegegeld. Tendenz steigend. Die Krankenkassen und Pflegegeldkassen setzen alles daran, dass jeder Betroffene schnellstmöglich seine Leistungen erhĂ€lt, damit eine fachgerechte und kompetente Pflege möglich ist. Doch nicht immer schafft es der MDK – der Medizinische Dienst der Krankenkasse – in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden die BedĂŒrftigkeit der Betroffenen zu ĂŒberprĂŒfen. Mitunter kann es so passieren, dass eine ÜberprĂŒfung erst nach mehreren Jahren stattfindet. Doch was tun, wenn sich in diesem Zeitraum die PflegebedĂŒrftigkeit verbessert hat? Muss man dann das Pflegegeld zurĂŒckzahlen? Oder was passiert bei einer Verschlechterung? Gibt es dann eine Pflegegeld Nachzahlung?

Informationspflicht des Versicherten

Generell wurde per Gesetz festgelegt, dass man als Pflegegeldbezieher dazu verpflichtet ist, VerĂ€nderungen des Pflegezustandes unverzĂŒglich bei der Pflegegeldkasse anzuzeigen. Nur so kann diese zeitnah darauf reagieren und das Pflegegeld entsprechend korrigieren. Kann dem Versicherten nachgewiesen werden, dass er bewusst den wahren Gesundheitszustand verschleiert, ist dies als Straftat zu werten und das möglicherweise zu viel gezahlte Pflegegeld muss man zurĂŒckzahlen.

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es meist etwas anders aus. Das VersĂ€umnis des MDK, den PflegebedĂŒrftigen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden bezĂŒglich seiner PflegebedĂŒrftigkeit zu ĂŒberprĂŒfen, kann niemanden negativ angelastet werden. Und wenn kein grober Verstoß gegen die Meldepflicht vorliegt, muss deshalb auch kein Pflegegeld zurĂŒckzahlen stattfinden, wenn sich die PflegebedĂŒrftigkeit verbessert hat. Zudem muss das Pflegegeld auch nicht im Sterbemonat des Versicherten zurĂŒckgezahlt werden, wenn mindestens an einem Tag des Monats vor dem Tod eine Pflege stattfand. Die Pflegekasse kann also nichts zurĂŒckholen. Im Gegenszug darf man aber auch nicht von der Pflegekasse verlangen, dass diese eine Pflegegeld Nachzahlung veranlĂ€sst, wenn man selbst versĂ€umt, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes anzuzeigen. Eine Pflegegeld Nachzahlung findet demnach erst von dem Zeitpunkt aus statt, an dem die Verschlechterung angezeigt wurde.

Wann ein Pflegegeld zurĂŒckzahlen möglich ist

Pflegegeld muss dann zurĂŒckgezahlt werden, wenn die Pflegekasse einen groben Verstoß gegen die Auflagen feststellt. Dies wĂ€re der Fall, wenn der Betroffene verstorben ist und keine Meldung an die Pflegekasse geht. Oder wenn eine Begutachtung des Betroffenen verhindert wird. Zudem kann man sich auf Pflegegeld zurĂŒckzahlen einstellen, wenn man sich die Leistungen erschlichen und den Pflegebedarf lediglich vorgetĂ€uscht hat. Dies dĂŒrfte aber nur sehr selten gelingen, da der MDK sehr genau schaut und ĂŒberprĂŒft, bevor sie Leistungen aus der Pflegeversicherung freigeben.

Wann eine Pflegegeld Nachzahlung möglich ist

Eine Pflegegeld Nachzahlung kommt dann zustande, wenn der Antrag auf Pflegegeld gestellt wurde und sich dieser noch in der Bearbeitung befindet. Das Pflegegeld wird dann nach der Genehmigung bis zu dem Tag rĂŒckwirkend ausgezahlt. An dem der Antrag auf Pflegegeld bei der Behörde eingegangen ist. Verzögerungen in der ÜberprĂŒfung wirken sich somit nicht negativ auf die Leistungen aus. Sollte sich die Pflegestufe erhöhen, dann tritt eine Pflegegeld Nachzahlung auch erst ab dem Zeitpunkt in Kraft, an dem die VerĂ€nderung angezeigt wurde.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

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