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Pflegegeld SVB

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Das Pflegegeld wurde im Jahr 1995 von der Bundesregierung eingerichtet, um allen pflegebedĂŒrftigen Menschen die bestmögliche Pflege und Versorgung zukommen lassen zu können. Zudem soll so sichergestellt werden, dass trotz der EinschrĂ€nkungen durch die Pflege immer noch ein menschenwĂŒrdiges und möglichst selbstbestimmtes Leben fĂŒr den Betroffenen möglich ist. Auch die SVB – die Sozialversicherungsanstalt fĂŒr Bauern – zahlt an ihre Versicherten bei Bedarf ein Pflegegeld aus. Wie ein Antrag auf Pflegegeld der SVB gestellt werden muss und wann das Pflegegeld der SVB zur Auszahlung kommt, soll nun etwas nĂ€her erlĂ€utert werden.

Wem das Pflegegeld der SVB gebĂŒhrt

Die SVB zahlt dann ein Pflegegeld an ihre Versicherten aus, wenn sie auf Grund einer Behinderung eine intensive Betreuung und Versorgung benötigen. Die Behinderung kann geistiger, psychischer oder auch körperlicher Natur sein. Zudem kommt es zur Auszahlung des Pflegegeldes, wenn eine Sinnesbehinderung vorliegt. Das Ausmaß der Betreuung und Pflege muss 60 Stunden pro Monat ĂŒberschreiten. Zudem muss der Zustand des Betroffenen, der diese Pflege und Betreuung verlangt, mindestens 6 Monate andauern. Hinzu kommt, dass die SVB von den Betroffenen verlangt, dass diese ihren stĂ€ndigen Wohnsitz in Deutschland haben. Pflegegeld wird demnach nicht an Versicherte bezahlt, die im Ausland leben.

Die Höhe des Pflegegeldes

Die Höhe des Pflegegeldes orientiert sich generell am Pflegebedarf. Die SVB arbeitet mit 7 Stufen, in die die Betroffenen eingeteilt werden können.

  • Stufe 1: 154,20 bei mindestens 60 Stunden pflege pro Monat
  • Stufe 2: 284,30 Euro bei mindestens 85 Stunden Pflege pro Monat
  • Stufe 3: 442,90 Euro bei mindestens 120 Stunden Pflege pro Monat
  • Stufe 4: 664,30 Euro bei mindestens 160 Stunden Pflege pro Monat
  • Stufe 5: 902,30 Euro bei mindestens 180 Stunden Pflege pro Monat und dem Vorliegen eines außergewöhnlichen Pflegeaufwandes
  • Stufe 6: 1260,00 Euro bei mindestens 180 Stunden Pflege pro Monat rund um die Uhr
  • Stufe 7: 1655,80 Euro bei mindestens 180 Stunden Pflege pro Monat und der zielgerichteten Bewegung der Gliedmaßen

Der Antrag auf Pflegegeld der SVB

Der Antrag auf Pflegegeld der SVB kann formlos oder mit Hilfe eines Formulars direkt bei der SVB gestellt werden. Antragsberechtigt ist nicht nur die zu pflegende Person, sondern auch ein gesetzlicher Vertreter, ein Familienangehöriger oder ein Angehöriger des Haushalts.

Das Pflegegeld der SVB kommt erst ab dem Tag zur Auszahlung, an dem der Antrag auf das Pflegegeld der SVB gestellt wurde. RĂŒckwirkende Zahlungen, die ĂŒber diesen Termin hinausgehen, sind nicht vorgesehen. Das Geld wird einmal pro Monat an die pflegebedĂŒrftige Person oder dessen gesetzlichen Vertreter ausgezahlt.

Die ÜberprĂŒfung des Anspruchs auf Pflegegeld der SVB

Wenn der Antrag auf Pflegegeld der SVB bei der SVB eingegangen ist, wird die Untersuchung bezĂŒglich des Anspruchs in der Regel bei einem Hausbesuch durchgefĂŒhrt. Auf Wunsch des Versicherten kann wĂ€hrend diesem Hausbesuch eine Vertrauensperson anwesend sein.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

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