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Deutsche Rentenversicherung Pflege

Wer seine Angehörigen pflegt, kann durchaus auch bei der eigenen Altersvorsorge profitieren. So zahlt die Pflegeversicherung die BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung fĂŒr Personen, die eine Familienmitglied zu Hause betreuen, welches pflegebedĂŒrftig ist.

Einstufung der PflegetÀtigkeit und Höhe des Pflegegeldes

  • Pflegestufe 1 (erheblich pflegebedĂŒrftig, Mindestzeitaufwand pro Tag: 90 Minuten, Pflegegeld 205 EUR)
  • Pflegestufe 2 (schwer pflegebedĂŒrftig, Mindestzeitaufwand pro Tag: 3 Stunden, Pflegegeld 420 EUR)
  • Pflegestufe 3 (schwerst pflegebedĂŒrftig, Mindestzeitaufwand pro Tag: 5 Stunden, Pflegegeld 665 EUR)

Über die Höhe des notwendigen Pflegebedarfs entscheidet immer der medizinische Dienst der Krankenkasse oder ein im Auftrag einer privaten Pflegeversicherung tĂ€tiger Arzt. Besteht fĂŒr die Pflegeperson Versicherungspflicht, so werden die BeitrĂ€ge zur gesetzlichen Rentenversicherung von der Pflegeversicherung gezahlt.

Voraussetzungen fĂŒr die BeitragsĂŒbernahme

  • Pflegeperson darf maximal 30 Wochenstunden arbeiten
  • PflegetĂ€tigkeit darf nicht erwerbsmĂ€ĂŸig ausgeĂŒbt werden
  • Angehörige mĂŒssen mindestens 14 Stunden pro Woche und in mindestens 2 Kalendermonaten pro Jahr gepflegt werden
  • Pflege muss in hĂ€uslicher Umgebung erfolgen

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Wer einen Familienangehörigen pflegt, muss im Beruf leider meist zurĂŒckstecken. In einigen FĂ€llen kann das sogar bis zur vollstĂ€ndigen Berufsaufgabe fĂŒhren. Und trotzdem sind immer mehr Ehepartner, Geschwister bzw. Kinder bereit, die Pflege ihrer Angehörigen zu ĂŒbernehmen. Inzwischen wird das sogar belohnt: Die Pflege- bzw. Krankenkasse zahlt in diesem Fall fĂŒr die pflegenden Angehörigen die BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfĂŒllt sind. Die Zahlung erfolgt unabhĂ€ngig davon, ob der Pflegende vorher in einem BerufsverhĂ€ltnis stand oder nicht und soll dabei helfen, bei der spĂ€teren Rentenzahlung keine EinschrĂ€nkungen hinnehmen zu mĂŒssen.

Ist ein Antrag notwendig?

Wer eine angehörige Person pflegt, muss keinen Antrag auf Übernahme der RentenversicherungsbeitrĂ€ge stellen. Per Gesetz entsteht die Versicherungspflicht, es muss aber ein Fragebogen („Fragebogen zur Zahlung der BeitrĂ€ge zur sozialen Sicherung fĂŒr nicht erwerbsmĂ€ĂŸig tĂ€tige Pflegepersonen“) ausgefĂŒllt werden. Hierbei sind die Beratungsstellen der Krankenkassen, Pflegekassen sowie der RentenversicherungstrĂ€ger gern behilflich.

Voraussetzungen fĂŒr die BeitragsĂŒbernahme

Um die BeitragsĂŒbernahme zur Rentenversicherung beantragen zu können, mĂŒssen einige Voraussetzungen erfĂŒllt sein. So darf die Pflege generell nicht als ErwerbstĂ€tigkeit ausgeĂŒbt werden, was heißt, dass sie nicht zur beruflichen TĂ€tigkeit der Pflegenden gehört und auch nicht mit Geld entlohnt wird. Der Angehörige muss mindestens 14 Stunden in der Woche und lĂ€nger als 2 Monate im Kalenderjahr in der hĂ€uslichen Umgebung gepflegt werden. Weiterhin muss fĂŒr die Pflege tatsĂ€chlich eine Notwendigkeit bestehen, was entweder vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) oder von Medicproof (Gesellschaft fĂŒr medizinische Gutachten mbH) nach Abgabe des Fragebogens festgestellt wird. Außerdem muss der PflegebedĂŒrftige einen Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder auch einer privaten Pflegeversicherung haben, der pflegende Angehörige darf wĂ€hrend der Pflegezeit maximal 30 Wochenstunden eine berufliche TĂ€tigkeit aktiv ausĂŒben. Eine weitere Voraussetzung ist der stĂ€ndige Wohnsitz bzw. gewöhnliche Aufenthaltsort in Deutschland oder auch im europĂ€ischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz. Zu beachten ist, dass auch ansonsten berufstĂ€tige PflegekrĂ€fte, die im privaten Bereich eine pflegebedĂŒrftige Person (z. B. ein pflegebedĂŒrftiges Kind) außerhalb der Dienstzeit nicht auf erwerbsmĂ€ĂŸiger Basis pflegen, versicherungspflichtig sind.

Wie hoch sind die BeitrÀge, die die Pflegekasse zahlt?

Die Zeit, in der ein Angehöriger gepflegt wird, wird als Beitragszeit fĂŒr die so genannte Wartezeit in der Rentenversicherung angerechnet. Die Wartezeit zĂ€hlt zu den Mindestversicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, die fĂŒr die Leistungen eine wichtige Rolle spielen. Pflegende Angehörige mĂŒssen nichts in die Rentenkasse einzahlen, die BeitrĂ€ge zahlt die Pflegekasse, die zur Beitragsberechnung Bruttoverdienste zwischen monatlich 700 und 2.100 EUR zugrunde legt. Die BeitrĂ€ge, welche die Pflegekasse dann zahlt, richten sich dabei nach der Pflegestufe, in die der gepflegte Angehörige eingestuft wird. Die genaue Beitragsberechnung fĂŒhrt die jeweilige Pflegeversicherung durch. Auch eine Aufteilung der Pflege mit einer anderen Person ist möglich, so dass sich der Betrag zur Rentenversicherung entsprechend berechnet.

Ausnahmen

In der gesetzlichen Rentenversicherung werden nicht alle Pflegenden, die nicht erwerbsmĂ€ĂŸig einen Angehörigen pflegen, versichert. Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht dann, wenn die Pflegeperson eine bestimmte Altersgrenze bereits erreicht hat und eine Altersrente oder auch ein Ruhegehalt bzw. eine Pension bezieht. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Pflegepersonen, die die Pflege gemeinsam mit anderen Personen sicherstellen, versicherungsfrei.

HĂ€ufig Gestellte Fragen

Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

Mit der Pflegeversicherung lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten, dass PflegebedĂŒrftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer PflegebedĂŒrftigkeit auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgefĂŒhrt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedĂŒrftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal fĂŒr sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die PflegebedĂŒrftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei tĂ€glichen Verrichtungen, die regelmĂ€ĂŸig wiederkehren, sowie ErnĂ€hrung, Körperpflege, MobilitĂ€t und die Versorgung des Haushalts.

Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsĂ€chlich anfallenden Kosten ĂŒbernimmt. Die private Pflegeversicherung trĂ€gt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der PflegebedĂŒrftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsĂ€chliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich abgeschlossen werden, da die PrĂ€mien umso niedriger sind, umso jĂŒnger die versicherte Person ist.

Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro betrĂ€gt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhĂ€ngig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswĂŒrdige VersicherungsvertrĂ€ge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kĂŒmmern, dies regelt der Versicherer.

Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusÀtzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. HÀufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergĂ€nzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmĂ€lert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

Pflege Bahr - Was ist das?

Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. DarĂŒber hinaus sollte die spĂ€tere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat fĂŒr die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

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